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Gloomia unter Linux: Installation per .deb und AppImage, und wie reif die Version wirklich ist

Wer unter Linux nach einem animierten Desktop-Hintergrund sucht, landet oft bei einer Handvoll älterer X11-Tools, bei Community-Skripten, die ein Video mit xwinwrap hinter die Fenster legen, oder beim Versuch, Wallpaper Engine über Steam und Proton doch irgendwie zum Laufen zu bringen, obwohl der Hersteller offiziell keine Linux-Unterstützung anbietet. Das Ergebnis ist meist ein Flickenteppich aus Fricklösungen, die bei der nächsten Distributions-Aktualisierung wieder brechen können. Gloomia geht hier einen anderen Weg: eine native, signierte Linux-Anwendung mit demselben kuratierten Hintergrund-Katalog wie unter Windows und macOS, verteilt als .deb-Paket oder als AppImage. Dieser Beitrag geht Schritt für Schritt durch die Installation unter Linux, erklärt, was die X11-Anbindung praktisch bedeutet, und ordnet ehrlich ein, wie weit die Linux-Version im Vergleich zur ausgereifteren Windows-Version bereits ist.

Warum Live-Hintergründe unter Linux bislang eine eigene Baustelle waren

Ein Grund, warum animierte Hintergründe unter Linux seltener reibungslos funktionieren als unter Windows oder macOS, ist die Aufspaltung der Linux-Desktop-Landschaft in X11 und Wayland. Viele der älteren, bekannten Tools für animierte Hintergründe wurden ursprünglich für X11 entwickelt und laufen unter einer reinen Wayland-Sitzung gar nicht oder nur eingeschränkt, was bei aktuellen Distributionen mit Wayland als Standardsitzung immer wieder für Verwirrung sorgt. Hinzu kommt, dass ein großer, kommerzieller Player wie Wallpaper Engine, der unter Windows über Steam vertrieben wird, offiziell weiterhin keine Linux-Unterstützung anbietet. Nutzer, die es trotzdem versuchen, sind auf inoffizielle Community-Projekte angewiesen, die Wallpaper-Engine- Inhalte über Proton oder eigene Reimplementierungen nutzbar machen, mit allen Einschränkungen, die ein nicht offiziell unterstützter Weg mit sich bringt. Für Linux-Nutzer, die einfach nur einen gepflegten, aktuell gehaltenen Live-Hintergrund wollen, ohne sich selbst zum Paketverwalter ihres Desktops zu machen, bleibt dadurch eine echte Lücke.

Was Gloomia unter Linux tatsächlich bietet

Gloomia schließt genau diese Lücke mit einer nativen Linux-Version, die als .deb-Paket für Debian- und Ubuntu-basierte Systeme sowie als AppImage für praktisch jede andere Distribution bereitsteht. Beide Auslieferungsformen sind signiert, sodass sich Gloomia unter Linux genauso automatisch aktualisiert wie unter Windows und macOS, ohne dass man von Hand nach neuen Versionen suchen müsste. Der Hintergrund-Katalog selbst ist unter Linux derselbe wie auf den anderen Plattformen, keine abgespeckte Linux-Auswahl mit weniger Motiven.

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Digital Rain, ein Tech-Hintergrund mit Terminal-Ästhetik, läuft unter Linux mit derselben Konfigurierbarkeit von Stil, Zeichen und Farben wie unter Windows und macOS.

Installation über das .deb-Paket

Auf Ubuntu, Debian, Linux Mint und anderen Debian-basierten Systemen ist das .deb-Paket meist der einfachste Weg. Nach dem Herunterladen lässt es sich per Doppelklick über die Software-Verwaltung installieren, oder über die Kommandozeile mit einem Befehl wie sudo apt install ./gloomia.deb, wobei apt dafür sorgt, dass eventuell fehlende Abhängigkeiten automatisch mitinstalliert werden. Nach der Installation legt Gloomia wie jede andere systemweit installierte Anwendung einen eigenen Eintrag im Anwendungsmenü an und lässt sich von dort aus starten wie jedes andere Programm auch. Ein Konto oder Login ist dabei zu keinem Zeitpunkt nötig, weder für die drei kostenlosen Hintergründe noch für den späteren Kauf von Gloomia Pro.

Installation über das AppImage

Wer eine Distribution ohne .deb-Unterstützung nutzt, etwa Fedora, Arch oder openSUSE, oder schlicht keine systemweite Installation möchte, greift zum AppImage. Der Vorteil eines AppImage ist, dass es sich um eine einzelne, portable Datei handelt, die ohne Paketmanager und ohne root-Rechte auskommt: Datei herunterladen, mit chmod +x ausführbar machen, und per Doppelklick oder über die Kommandozeile starten. Auf neueren Ubuntu-Versionen kann dabei ein zusätzlicher Schritt nötig sein, weil die für AppImages benötigte FUSE-Bibliothek dort nicht mehr standardmäßig vorinstalliert ist: Auf Ubuntu 22.04 heißt das nachzuinstallierende Paket libfuse2, auf Ubuntu 24.04 wurde es in libfuse2t64 umbenannt. Ohne diese Bibliothek meldet das System beim Start meist einen Fehler, der auf ein fehlendes FUSE hinweist, und lässt sich mit einer einzigen Paketinstallation beheben.

Was die X11-Anbindung praktisch bedeutet

Gloomia bindet sich unter Linux an den X11-Desktop an, um die Animation direkt hinter den Fenstern darzustellen. Für die meisten Linux-Desktops, die weiterhin eine klassische X11-Sitzung anbieten, etwa als Alternative neben einer Wayland-Standardsitzung, bedeutet das im Alltag keinen Unterschied: Anmelden, Gloomia starten, fertig. Wer aktuell in einer reinen Wayland-Sitzung unterwegs ist, sollte beim Anmeldebildschirm gezielt die X11- beziehungsweise Xorg-Sitzung der eigenen Desktop-Umgebung auswählen, die die meisten großen Umgebungen wie GNOME oder KDE Plasma nach wie vor als Option anbieten, statt der Wayland-Sitzung. Diese X11-Fokussierung ist im Übrigen keine Gloomia-Eigenheit, sondern trifft auch auf einen Großteil der älteren, bekannten Linux-Tools für animierte Hintergründe zu, die historisch ebenfalls auf X11 aufsetzen.

Kostenloser Umfang, Preise und Lizenz unter Linux

Die drei dauerhaft kostenlosen Hintergründe, Starfield, Planet System und Hue Drift, sind unter Linux genauso ohne Wasserzeichen und ohne Testzeitraum nutzbar wie unter Windows und macOS. Für den Rest des Katalogs gilt dieselbe Preisstruktur wie auf jeder anderen Plattform: ein Jahresabo für 2,99 Dollar oder eine einmalige Zahlung, aktuell 9,99 Dollar als Einführungspreis, später regulär 14,99 Dollar. Ein Lizenzschlüssel aktiviert sich auf bis zu drei Geräten gleichzeitig, unabhängig vom Betriebssystem, ein Schlüssel lässt sich also problemlos auf einem Linux-Rechner und zwei weiteren Geräten mit Windows oder macOS kombinieren. Wie der komplette Ablauf von Kauf über Aktivierung bis zur 30-Tage-Geld-zurück- Garantie im Detail funktioniert, ist unabhängig von der Plattform im Beitrag zum Gloomia Pro Lizenzschlüssel beschrieben.

View Starfield
Starfield gehört zu den drei dauerhaft kostenlosen Hintergründen und läuft unter Linux optisch und technisch identisch zur Windows- und macOS-Version.

Wie reif ist die Linux-Version im Vergleich zu Windows?

Windows bleibt die vollständigste und am längsten gereifte Plattform für Gloomia, vollständig signiert und mit dem größten praktischen Erfahrungsschatz. macOS- und Linux-Builds sind inzwischen ebenfalls automatisiert und signiert, sodass die automatische Aktualisierung auf allen drei Plattformen zuverlässig funktioniert. Der Unterschied zu Windows beschränkt sich aktuell auf zwei konkrete Funktionen: den eigenen Bildschirmschoner-Modus und die Möglichkeit, ein Gloomia-Motiv direkt als Sperrbildschirmbild zu setzen. Beide Funktionen sind eng an Windows-eigene Systemflächen gebunden und deshalb bislang weder unter Linux noch unter macOS verfügbar. Wer speziell wegen dieser beiden Punkte zu Gloomia gegriffen hat, sollte das vor dem Umstieg auf Linux wissen. Alles andere, der Hintergrund-Katalog, die Preise, der kostenlose Grundumfang und die Lizenzierung, ist plattformübergreifend identisch, ein ausführlicherer Plattformvergleich für macOS steht im Beitrag Gloomia auf dem Mac, dessen Aussagen zum Funktionsumfang größtenteils auch für Linux gelten.

Berechtigungen, Akku und mehrere Monitore unter Linux

Nur ein Teil der Hintergründe verlangt zusätzliche Berechtigungen, unabhängig vom Betriebssystem: Die vier audioreaktiven Hintergründe lesen die Systemausgabe aus, niemals das Mikrofon, und zwei Weltraum-Hintergründe fragen bei Bedarf eine Netzwerkberechtigung an, um echte Live-Daten von NASA/JPL abzurufen. Der Rest des Katalogs kommt ganz ohne besondere Rechte aus. Welche Berechtigung genau wofür gebraucht wird, ist unabhängig von der Plattform im Beitrag zu Datenschutz und Berechtigungen bei Gloomia beschrieben. Auch das Verhalten auf einem Linux-Laptop im Akkubetrieb sowie die Einrichtung mehrerer Monitore folgen denselben Grundsätzen wie auf den anderen Plattformen, ausführlicher dazu in den Beiträgen zu Akkulaufzeit und Leistung bei Live-Hintergründen und zu Live-Hintergründen für mehrere Monitore, die beide nicht speziell auf ein Betriebssystem zugeschnitten sind.

Für wen sich die Linux-Version schon jetzt lohnt

Wer bislang mit älteren X11-Tools wie selbstgebauten xwinwrap-Skripten gearbeitet hat oder versucht hat, Wallpaper Engine über Proton zum Laufen zu bringen, bekommt mit Gloomia unter Linux erstmals eine native, signierte und automatisch aktualisierte Alternative, ohne dass dafür der eigene Desktop zur Bastelwerkstatt werden muss. Wer speziell auf den Bildschirmschoner-Modus oder das Sperrbildschirmbild angewiesen ist, muss aktuell weiterhin auf Windows zurückgreifen, alle anderen finden unter Linux denselben Katalog, dieselben Preise und denselben kostenlosen Grundumfang wie auf den anderen Plattformen vor. Wer parallel auch einen Windows- oder Mac-Rechner besitzt, kann außerdem denselben Lizenzschlüssel für alle drei Geräte gleichzeitig nutzen, solange insgesamt nicht mehr als drei Geräte aktiv sind.

Fazit

Gloomia unter Linux ist kein nachträglich angeflanschter Kompatibilitätsmodus, sondern eine eigene, signierte Anwendung mit .deb-Paket und AppImage, die sich an den X11-Desktop anbindet und sich automatisch aktualisiert. Der Katalog, die Preise und der kostenlose Grundumfang sind identisch zu Windows und macOS, nur der Bildschirmschoner-Modus und das Sperrbildschirmbild bleiben vorerst Windows vorbehalten. Für alle, die einfach einen gepflegten, ruhigen animierten Hintergrund unter Linux wollen, ohne selbst zum Systemintegrator zu werden, ist das eine der unkompliziertesten Optionen, die es aktuell für diese Plattform gibt.

Häufig gestellte Fragen

Gibt es Gloomia wirklich nativ für Linux, oder läuft es nur über Wine oder Proton?

Gloomia gibt es als echten, nativen Linux-Download, nicht als Windows-Programm, das über Wine oder Proton notdürftig zum Laufen gebracht wird. Es stehen ein .deb-Paket für Debian- und Ubuntu-basierte Systeme sowie ein AppImage für praktisch jede Distribution zur Verfügung, beide sind signiert und aktualisieren sich automatisch, genau wie die Windows- und die macOS-Version.

Was ist der Unterschied zwischen dem .deb-Paket und dem AppImage?

Das .deb-Paket wird über den Paketmanager installiert, legt einen Menüeintrag an und fügt sich in Ubuntu, Debian, Linux Mint und ähnliche Systeme ein wie jede andere systemweit installierte Anwendung. Das AppImage ist dagegen eine einzelne, portable Datei, die keine Installation braucht: Ausführbar machen und starten reicht, ganz ohne Paketmanager, was besonders auf Distributionen ohne .deb-Unterstützung praktisch ist.

Ich nutze eine Wayland-Sitzung, läuft Gloomia trotzdem?

Gloomias Linux-Version bindet sich an den X11-Desktop an. Wer eine reine Wayland-Sitzung nutzt, sollte beim Anmeldebildschirm die X11- beziehungsweise Xorg-Sitzung der jeweiligen Desktop-Umgebung auswählen, die die meisten großen Desktop-Umgebungen weiterhin anbieten, statt der Wayland-Standardsitzung.

Warum lässt sich das AppImage bei mir nicht starten?

Zwei Ursachen sind am häufigsten: Entweder fehlt der Datei noch die Ausführungsberechtigung, die sich mit chmod +x nachträglich setzen lässt, oder es fehlt die für AppImages nötige FUSE-Bibliothek. Auf Ubuntu 22.04 heißt das nachzuinstallierende Paket libfuse2, auf Ubuntu 24.04 wurde es in libfuse2t64 umbenannt, weil diese Ubuntu-Versionen die Bibliothek nicht mehr standardmäßig mitbringen.

Welche Funktionen fehlen unter Linux im Vergleich zu Windows?

Genau zwei Funktionen sind bislang Windows vorbehalten: der eigene Bildschirmschoner-Modus und die Möglichkeit, ein Gloomia-Motiv direkt als Sperrbildschirmbild zu setzen, beide eng an Windows-eigene Systemfunktionen gebunden. Der komplette Hintergrund-Katalog, die Preise, der kostenlose Grundumfang und das automatische Aktualisieren sind unter Linux identisch zu Windows und macOS.

Ist der kostenlose Umfang unter Linux genauso groß wie unter Windows?

Ja. Starfield, Planet System und Hue Drift sind unter Linux dauerhaft kostenlos nutzbar, ohne Wasserzeichen und ohne Testzeitraum, genau wie auf jeder anderen unterstützten Plattform. Ein Gloomia-Pro-Lizenzschlüssel funktioniert außerdem geräteübergreifend, ein einzelner Schlüssel lässt sich also auf einem Linux-Rechner und zwei weiteren Geräten mit anderem Betriebssystem gleichzeitig einsetzen.

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