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Datenschutz bei Gloomia: Welche Berechtigungen die App wirklich braucht, und warum

Bevor man eine neue Desktop-Anwendung installiert, taucht fast automatisch dieselbe Frage auf: Worauf greift diese App eigentlich zu, und warum? Das ist eine berechtigte Reaktion, gerade bei einer App, die den ganzen Tag im Hintergrund läuft. Viele Programme fragen heute deutlich mehr Berechtigungen ab, als sie für ihre eigentliche Funktion brauchen, und genau das macht Nutzer zu Recht misstrauisch. Dieser Beitrag erklärt ohne Umwege, welche zwei Berechtigungen Gloomia überhaupt kennt, welche Hintergründe sie anfragen, wofür sie konkret verwendet werden, und warum der allergrößte Teil der Sammlung völlig ohne besondere Rechte auskommt.

Der wichtigste Punkt zuerst: kein Konto, niemals

Gloomia verlangt zu keinem Zeitpunkt ein Benutzerkonto, keine E-Mail-Registrierung und keine Anmeldung, weder für die kostenlose Nutzung noch für Gloomia Pro. Es gibt schlicht kein Login, über das sich ein Profil, ein Nutzungsverlauf oder sonstige personenbezogene Daten aufbauen ließen. Wer Gloomia Pro kauft, bekommt einen Lizenzschlüssel per E-Mail zugeschickt und trägt diesen einmal unter Einstellungen und Lizenz in der App ein, das war es bereits. Dieser eine Schlüssel funktioniert auf bis zu drei Geräten gleichzeitig, und du kannst ihn nach einer Neuinstallation erneut eingeben, um Pro wiederherzustellen. Es gibt also weder einen Server, bei dem du dich einloggst, noch ein Konto, das sich deaktivieren oder löschen ließe, weil es von vornherein nicht existiert.

Diese Entscheidung ist kein Zufall, sondern der Ausgangspunkt für alles Weitere in diesem Beitrag: Wenn eine App schon kein Konto braucht, bleibt die Frage nach Berechtigungen auf ein überschaubares Minimum reduziert, nämlich genau die zwei Systemberechtigungen, die weiter unten im Detail erklärt werden.

Die meisten Hintergründe fragen gar nichts ab

Ein Punkt geht in der Diskussion um App-Berechtigungen oft unter: Die überwältigende Mehrheit der Gloomia-Sammlung braucht überhaupt keine besondere Berechtigung, um zu funktionieren. Das betrifft alle drei kostenlosen Hintergründe, Starfield, Planet System und Hue Drift, genauso wie fast die gesamte Weltraum- und Tech-Kategorie: Digital Rain, Constellations, Meteor Shower, Galaxy Spiral, Nebula Drift, Wormhole, Binary Black Holes, Black Hole Devour, Command Center, Terminal und der 3D-Modell-Hintergrund laufen alle ausschließlich mit den Daten, die sie selbst berechnen oder mitbringen. Kein Mikrofon, kein Netzwerk, keine Ausnahme.

Starfield etwa berechnet seinen ruhigen Sternendrift komplett lokal, Planet System simuliert seine Miniatur-Sonnensystem-Bewegung ebenfalls rein auf deinem Gerät, und selbst Constellations, das den echten Nachthimmel für deinen Breiten- und Längengrad zeigt, benötigt dafür lediglich die einmal eingestellten Koordinaten, keine laufende Internetverbindung. Wer zum ersten Mal einen Hintergrund einrichtet, findet den kompletten Ablauf in der Einrichtungsanleitung für Live-Hintergründe, dort wird auch deutlich, an welcher einzigen Stelle im gesamten Prozess überhaupt einmal eine Berechtigung abgefragt wird.

View Starfield
Starfield gehört zu den Hintergründen, die vollständig lokal berechnet werden: keine Mikrofon-, keine Netzwerkberechtigung, keine Ausnahme.

Die Audio-Berechtigung: was Aurora Flow und Co. wirklich lesen

Genau vier Hintergründe in der Sammlung, Aurora Flow, Spectrum Bars, Radial Pulse und Waveform Ribbon, fragen die Audio-Berechtigung ab. Der Punkt, der dabei am häufigsten missverstanden wird, ist entscheidend: Diese Berechtigung erlaubt Gloomia, die Systemaudio-Ausgabe zu lesen, also genau den Ton, der sowieso schon aus deinen Lautsprechern oder Kopfhörern kommt, wenn du Musik hörst, ein Video schaust oder in einem Call sprichst. Das Mikrofon deines Geräts wird von keinem einzigen Gloomia-Hintergrund angefasst. Es gibt schlicht keinen Code-Pfad, der auf das Mikrofon zugreift, weil kein Hintergrund dafür gebaut wurde, deine Stimme oder die Geräusche in deinem Raum aufzunehmen.

Der Unterschied zwischen Systemaudio-Ausgabe und Mikrofon ist in der Praxis groß: Systemaudio ist das, was dein Rechner ohnehin schon abspielt und was du selbst kontrollierst, indem du eine Wiedergabe startest oder stoppst. Ein Mikrofonzugriff dagegen würde bedeuten, dass eine App auch dann etwas aufnehmen könnte, wenn du gar nichts abspielst, etwa während eines Gesprächs im Raum. Genau diese Sorge, ob eine App im Hintergrund heimlich mithört, ist einer der häufigsten Gründe, warum Nutzer App-Berechtigungen grundsätzlich kritisch sehen, und Gloomia umgeht dieses Problem, indem der Audio-Hintergrund konzeptionell gar nicht auf das Mikrofon zugreifen kann, selbst wenn er wollte.

Praktisch äußert sich das so: Aurora Flow lässt seine Aurora-Vorhänge im Takt der Musik atmen und aufflammen, Spectrum Bars zeichnet ein LED-Equalizer-Muster aus den echten Frequenzen deiner Wiedergabe, Radial Pulse lässt einen radialen Sunburst zur Musik pulsieren, und Waveform Ribbon zeichnet ein leuchtendes Oszilloskop-Band mit Echo-Spur. Alle vier tun das ausschließlich, indem sie den bereits abgespielten Ton auswerten, nicht, indem sie eine neue Aufnahmequelle öffnen. Wer sich beim ersten Einrichten eines audio-reaktiven Hintergrunds fragt, wo genau diese Berechtigung im System abgefragt wird, findet den kompletten Schritt-für-Schritt-Ablauf in der Anleitung für Live-Hintergründe, die auf Musik reagieren.

View Aurora Flow
Aurora Flow reagiert mit der Audio-Berechtigung auf die Systemaudio-Ausgabe, niemals auf das Mikrofon.

Die Netzwerkberechtigung: wofür sie bei Orrery und Asteroid Watch da ist

Die zweite und letzte Berechtigung, die Gloomia überhaupt kennt, ist die Netzwerkberechtigung, und sie betrifft genau zwei Hintergründe: Orrery und Asteroid Watch. Orrery berechnet die Positionen von Sonne, Planeten, Pluto, weiteren Zwergplaneten sowie die Mondphase bereits ohne jede Netzwerkverbindung aus echten Bahndaten. Erst wenn die Netzwerkberechtigung zusätzlich erteilt wird, ruft Orrery live Near-Earth-Asteroidendaten von NASA/JPL ab und markiert Objekte, die gerade an der Erde vorbeiziehen, mit ihrer echten Vorbeiflugdistanz.

Asteroid Watch geht noch etwas direkter auf dieses Thema ein: Mit erteilter Netzwerkberechtigung lädt der Hintergrund echte Near-Earth-Daten von NASA/JPL (CNEOS) und platziert jedes Objekt auf einer Flugbahn, die seiner tatsächlichen Vorbeiflugdistanz und Relativgeschwindigkeit entspricht, beschriftet mit Bezeichnung, Distanz in Mondentfernungen und Geschwindigkeit. Das ist der einzige Grund, warum diese beiden Hintergründe überhaupt eine Internetverbindung anfragen: um echte Weltraumdaten von einer öffentlichen wissenschaftlichen Quelle zu laden, nicht um irgendetwas von deinem Gerät nach außen zu senden.

Das ist ein wichtiger Unterschied zu vielen anderen Apps, bei denen eine Netzwerkberechtigung oft in beide Richtungen genutzt wird, etwa um Nutzungsdaten, Absturzberichte oder Werbekennungen an einen Server zu übertragen. Bei Orrery und Asteroid Watch läuft die Verbindung ausschließlich in eine Richtung: Daten kommen herein, damit der Hintergrund reale Himmelsereignisse zeigen kann, es geht nichts über diese Verbindung nach außen, das für die reine Darstellung des Sternenhimmels nicht notwendig wäre.

View Asteroid Watch
Asteroid Watch nutzt die Netzwerkberechtigung ausschließlich, um echte Near-Earth-Daten von NASA/JPL zu laden, mit Bezeichnung, Distanz und Geschwindigkeit jedes Objekts.

Warum Berechtigungen einzeln statt pauschal abgefragt werden

Viele Programme fassen ihre Berechtigungen bei der Installation in einem einzigen Dialog zusammen, den man mit einem Klick bestätigt, ohne wirklich zu wissen, wofür jede einzelne Berechtigung am Ende verwendet wird. Bei Gloomia ist das anders aufgebaut, weil die Berechtigungen an einzelne Hintergründe gebunden sind, nicht an die App als Ganzes: Wer nie einen Audio-Hintergrund oder Orrery beziehungsweise Asteroid Watch aktiviert, bekommt auch nie eine entsprechende Anfrage zu sehen. Erst der Moment, in dem du tatsächlich einen dieser Hintergründe einrichtest, löst die passende Systemabfrage aus, und du entscheidest in diesem Moment gezielt für genau diesen einen Hintergrund, nicht pauschal für die gesamte Anwendung.

Dieses Prinzip, eine Berechtigung nur dann anzufragen, wenn eine konkrete Funktion sie tatsächlich braucht, ist genau das, was Datenschutz-Ratgeber als sinnvolles Verhalten beschreiben: möglichst wenige, klar begründete Berechtigungen statt eines pauschalen Zugriffs auf alles, was ein Gerät theoretisch hergeben könnte. Für Gloomia bedeutet das konkret, dass sich die gesamte Berechtigungsliste der App auf genau zwei Einträge beschränkt, Audio-Ausgabe und Netzwerk, und beide sind jeweils klar einem sichtbaren Zweck zugeordnet: Musik-Reaktivität auf der einen Seite, echte Asteroidendaten auf der anderen.

Was passiert, wenn du eine Berechtigung ablehnst?

Keiner der betroffenen Hintergründe hört auf zu funktionieren, nur weil eine Berechtigung verweigert wird. Ohne Audio-Berechtigung zeigen Aurora Flow, Spectrum Bars, Radial Pulse und Waveform Ribbon weiterhin ihre Animation, allerdings mit einer ruhigen Standardbewegung statt einer Reaktion auf deine Musik. Ohne Netzwerkberechtigung zeigen Orrery und Asteroid Watch weiterhin die berechenbaren Elemente, bei Orrery also weiterhin Sonne, Planeten und Mondphase aus reinen Bahndaten, nur eben ohne die zusätzlich eingeblendeten, live geladenen Asteroidenpositionen.

Das bedeutet in der Praxis, dass eine abgelehnte Berechtigung nie zu einem leeren, kaputten oder blockierten Hintergrund führt. Du verlierst lediglich die eine zusätzliche Funktion, die genau an diese Berechtigung geknüpft ist, während der Rest des Hintergrunds unverändert weiterläuft. Wer die Berechtigung später doch noch erteilen möchte, kann das jederzeit über die Betriebssystemeinstellungen oder direkt in Gloomia nachholen, ganz ohne Neuinstallation.

Wie sich das im Alltag zusammenfügt

Zusammengenommen ergibt sich ein recht überschaubares Bild: kein Konto, keine Anmeldung, keine versteckte Datensammlung, und insgesamt genau zwei mögliche Berechtigungen in der gesamten Sammlung von über zwanzig Hintergründen. Wer ausschließlich mit den drei kostenlosen Hintergründen oder mit ruhigen Weltraum- und Tech-Motiven arbeitet, wird während der gesamten Nutzung nie überhaupt eine Berechtigungsabfrage sehen. Wer dagegen bewusst einen Hintergrund wählt, der auf Musik reagiert oder echte Asteroidendaten einblendet, weiß in dem Moment, in dem die Abfrage erscheint, exakt, wofür sie gebraucht wird, weil die Funktion selbst genau das verspricht, wofür die Berechtigung angefragt wird.

Das passt gut zu einem generellen Gedanken, der auch bei anderen Entscheidungen rund um den eigenen Desktop eine Rolle spielt, etwa bei der Frage, wie ein Hintergrund die eigene Konzentration am Desktop beeinflusst, oder wie sich ein Live-Hintergrund im Home Office einrichten lässt, ohne dass er stört. In beiden Fällen geht es darum, dass ein Hintergrund genau das tut, was er verspricht, nicht mehr und nicht weniger, und bei den Berechtigungen gilt exakt dasselbe Prinzip.

Und was ist mit Leistung, Akku und Gaming?

Datenschutz und Berechtigungen sind die eine Seite, Leistung ist die andere, und beide Themen hängen bei Gloomia nicht zusammen: Ob ein Hintergrund die Audio- oder Netzwerkberechtigung nutzt, sagt nichts darüber aus, wie stark er Akku oder GPU belastet. Gloomia pausiert oder drosselt jeden Hintergrund automatisch, sobald ein Laptop im Akkubetrieb läuft oder ein Spiel im Vollbildmodus startet, unabhängig davon, ob es sich um einen ruhigen kostenlosen Hintergrund oder um Asteroid Watch mit aktiver Netzwerkberechtigung handelt. Wer sich dafür genauer interessiert, findet die Details dazu im Beitrag zu Akkulaufzeit und Leistung bei Live-Hintergründen, und wer einen besonders dramatischen Hintergrund für ein Gaming-Setup sucht, wird im Beitrag zu Live-Hintergründen für Gamer fündig. Keiner dieser Aspekte ändert etwas an den Berechtigungen selbst, sie bleiben in jedem Fall auf genau die zwei beschriebenen Fälle begrenzt.

Wenn du dir selbst ein Bild machen willst

Der einfachste Weg, sich selbst von diesem Ansatz zu überzeugen, ist, die Hintergründe direkt auszuprobieren. Jeder Pro-Hintergrund, einschließlich Aurora Flow, Orrery und Asteroid Watch, lässt sich als Vorschau live auf dem eigenen Desktop testen, bevor überhaupt eine Kaufentscheidung ansteht, in der vollen Original-Geschwindigkeit. So lässt sich in der Praxis genau beobachten, wann eine Berechtigungsabfrage erscheint und wofür sie jeweils gedacht ist, statt sich auf eine Beschreibung verlassen zu müssen. Die komplette Sammlung findet sich in der Wallpaper-Bibliothek, und falls du dich am Ende für Gloomia Pro entscheidest, bleibt der Ablauf genauso unkompliziert: einmaliger Kauf oder ein günstiges Jahresabo, ein Lizenzschlüssel per E-Mail, kein Konto, wie auf der Preisseite beschrieben.

Am Ende bleibt der Gedanke, mit dem dieser Beitrag begonnen hat: Die Frage, worauf eine App zugreift und warum, ist immer berechtigt, gerade bei etwas, das dauerhaft im Hintergrund läuft. Bei Gloomia lässt sich diese Frage in einem einzigen Satz beantworten: zwei Berechtigungen, jeweils an eine sichtbare Funktion gebunden, kein Mikrofon, kein Konto, und der weit größte Teil der Sammlung kommt ohnehin völlig ohne besondere Rechte aus.

Häufig gestellte Fragen

Braucht Gloomia ein Benutzerkonto oder eine Anmeldung?

Nein. Weder die kostenlosen Hintergründe noch Gloomia Pro verlangen jemals ein Konto, eine E-Mail-Registrierung oder eine Anmeldung. Ein Pro-Kauf wird ausschließlich über einen Lizenzschlüssel aktiviert, den du in den Einstellungen einträgst.

Hört Gloomia über das Mikrofon mit, wenn ich einen Audio-Hintergrund nutze?

Nein. Aurora Flow, Spectrum Bars, Radial Pulse und Waveform Ribbon lesen ausschließlich die Systemaudio-Ausgabe, also den Ton, der ohnehin schon aus deinen Lautsprechern oder Kopfhörern kommt. Das Mikrofon wird von keinem Gloomia-Hintergrund angesprochen.

Wofür braucht Gloomia überhaupt eine Netzwerkberechtigung?

Ausschließlich Orrery und Asteroid Watch nutzen die Netzwerkberechtigung, um echte Near-Earth-Asteroidendaten von NASA/JPL abzurufen und Objekte mit ihrer tatsächlichen Vorbeiflugdistanz darzustellen. Kein anderer Hintergrund verwendet eine Netzwerkverbindung.

Was passiert, wenn ich die Audio- oder Netzwerkberechtigung ablehne?

Der jeweilige Hintergrund läuft trotzdem weiter, allerdings ohne die datengetriebene Reaktion: Ein Audio-Hintergrund zeigt dann eine ruhige Standardbewegung statt auf Musik zu reagieren, und Orrery beziehungsweise Asteroid Watch zeigen die Positionen ohne die live nachgeladenen Asteroidendaten.

Welche Hintergründe brauchen überhaupt keine besondere Berechtigung?

Die große Mehrheit der Sammlung, darunter Starfield, Planet System, Hue Drift und fast die gesamte Weltraum- und Tech-Kategorie, läuft vollständig ohne Mikrofon- oder Netzwerkzugriff. Nur die vier Audio-Hintergründe und Orrery/Asteroid Watch fragen überhaupt eine zusätzliche Berechtigung ab.

Kann ich eine einmal erteilte Berechtigung später wieder entziehen?

Ja. Da es sich um dieselben System-Berechtigungen handelt, die dein Betriebssystem für jede Anwendung verwaltet, kannst du Audio- oder Netzwerkzugriff jederzeit über die Betriebssystemeinstellungen oder innerhalb von Gloomia wieder zurücknehmen.

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