Gloomia auf dem Mac: Live-Hintergründe unter macOS einrichten, und was wirklich anders ist als unter Windows
"Live Hintergrund Mac einrichten" ist eine der Suchen, bei denen die Ergebnisse gerne durcheinandergehen: Anleitungen für Apples eigene Bildschirmschoner-Videos, alte Foren-Threads, in denen steht, dass eine bestimmte App nur unter Windows läuft, und Empfehlungen für Tools, die Wallpaper Engine oder Ähnliches auf einem Mac ersetzen sollen. Wer dabei schon länger mitliest, hat Gloomia vielleicht als reine Windows-Anwendung im Kopf, und das war lange auch korrekt. Das ist mittlerweile überholt. Gloomia läuft heute als echter, signierter Download auf macOS, mit demselben Hintergrund-Katalog, derselben Preisstruktur und demselben kostenlosen Grundumfang wie unter Windows. Dieser Beitrag geht durch, wie sich Gloomia auf einem Mac einrichten lässt, was dabei exakt gleich zu Windows funktioniert, was sich unterscheidet, und worauf Mac-Nutzer bei der Installation kurz achten sollten.
Warum die eingebaute macOS-Hintergrundfunktion an ihre Grenzen stößt
macOS bringt von Haus aus zwei Wege mit, einen Desktop lebendiger zu gestalten. Der eine sind die dynamischen Hintergrundbilder, die sich im Lauf des Tages sanft zwischen wenigen vorgefertigten Varianten von Hell nach Dunkel verschieben, aber sonst statisch bleiben. Der andere ist eine seit einigen macOS-Versionen verfügbare Funktion, mit der sich bestimmte Bildschirmschoner mit Video-Aufnahmen, etwa Luftaufnahmen von Landschaften, auch als stehendes Hintergrundbild weiterlaufen lassen, statt nur bei Inaktivität aufzutauchen. Beides ist nett gemeint, bleibt aber auf eine feste, von Apple vorgegebene Auswahl an Szenen beschränkt, reagiert auf nichts, was auf dem Rechner passiert, und lässt sich nicht um eigene audioreaktive Effekte, Weltraum-Simulationen mit echten astronomischen Daten oder ein eigenes 3D-Modell erweitern.
Genau in dieser Lücke setzt Gloomia an: ein größerer, kuratierter Katalog an animierten Hintergründen, von ruhigen Weltraum-Szenen bis zu Hintergründen, die auf Systemaudio reagieren, dazu automatisches Pausieren, wenn es sinnvoll ist, und eine Bedienung, die sich nicht in den Tiefen der Systemeinstellungen versteckt.
Ein Download für Apple Silicon und für Intel-Macs
Für macOS gibt es ein einziges, universelles .dmg-Installationspaket, das sowohl auf Macs mit Apple-Silicon-Chips als auch auf älteren Intel-Macs läuft. Es ist also nicht nötig, vor dem Herunterladen erst nachzusehen, welcher Prozessor im eigenen Mac steckt und dann die passende Variante auszuwählen, wie es bei manch anderer Software noch üblich ist. Das Paket ist signiert und aktualisiert sich automatisch, genau wie die Windows- und die Linux-Version, sodass macOS kein nachträglich angeflanschtes Nebenprojekt ist, sondern mit derselben Sorgfalt aktuell gehalten wird wie die ursprüngliche Windows-Version.
Was auf dem Mac exakt genauso funktioniert wie unter Windows
Der wichtigste Punkt für alle, die von Windows zu einem Mac wechseln oder Gloomia parallel auf beiden Systemen nutzen: Der komplette Hintergrund-Katalog ist auf dem Mac derselbe Katalog wie unter Windows, nicht etwa eine reduzierte Mac-Auswahl. Die drei dauerhaft kostenlosen Hintergründe, Starfield, Planet System und Hue Drift, sind auf dem Mac genauso kostenlos und ohne Zeitlimit nutzbar wie unter Windows. Die Preise für Gloomia Pro sind ebenfalls identisch, ein Mac-Aufschlag existiert nicht.
Auch das automatische Verhalten im Hintergrund bleibt gleich: Sobald eine andere Anwendung oder ein Spiel den Bildschirm im echten Vollbildmodus einnimmt, pausiert die Animation von selbst und läuft beim Verlassen des Vollbildmodus automatisch weiter, ohne dass dafür etwas manuell umgestellt werden müsste. Genauso pausiert Gloomia auf einem MacBook automatisch im Akkubetrieb, um Laufzeit zu sparen, und läuft beim Wiederanschließen des Netzteils von selbst weiter, exakt wie auf einem Windows-Laptop. Wie sich das im Alltag auf Akkulaufzeit und Systemlast auswirkt, ist unabhängig vom Betriebssystem im Beitrag zu Akkulaufzeit und Leistung bei Live-Hintergründen ausführlicher beschrieben, die dortigen Aussagen gelten für MacBooks genauso wie für Windows-Laptops.
Audioreaktive Hintergründe und die Systemausgabe auf dem Mac
Wer schon unter Windows die audioreaktiven Hintergründe wie Aurora Flow, Spectrum Bars, Radial Pulse oder Waveform Ribbon kennt, findet auf dem Mac dieselben vier Hintergründe mit derselben Funktionsweise vor: Sie lesen die Systemausgabe live aus, also den Ton, der ohnehin über Lautsprecher oder Kopfhörer läuft, und übersetzen Lautstärke und Frequenzverteilung in Bewegung, Helligkeit oder Farbe. Auf das Mikrofon greift dabei zu keinem Zeitpunkt zu, weder auf dem Mac noch auf einem anderen unterstützten System. Wie die dafür nötige Audio-Berechtigung genau funktioniert und wofür Gloomia sonst noch Berechtigungen anfragt, etwa für die beiden Hintergründe mit echten Live-Daten, ist im Beitrag zu Datenschutz und Berechtigungen bei Gloomia unabhängig vom Betriebssystem erklärt.
Was unter macOS bislang fehlt: Bildschirmschoner-Modus und Sperrbildschirm
Zwei Funktionen sind bislang tatsächlich Windows vorbehalten, und es ist ehrlicher, das offen zu benennen, statt es zu verschweigen. Zum einen gibt es den eigenen Windows-Bildschirmschoner-Modus von Gloomia unter macOS noch nicht, weil er tief in Windows' eigenes Bildschirmschoner-System eingehängt ist. Zum anderen fehlt die Möglichkeit, ein Gloomia-Hintergrundbild direkt als Windows-Sperrbildschirmbild zu setzen, ebenfalls eine Funktion, die an eine Windows-eigene Systemfläche gebunden ist. Wer sich grundsätzlich fragt, wo der Unterschied zwischen einem klassischen Bildschirmschoner und einem Live-Hintergrund liegt, findet die Einordnung dazu im Beitrag Bildschirmschoner oder Live-Hintergrund, auch wenn sich dieser konkret auf die Windows-Situation bezieht.
Alles andere, der Katalog, die Preise, der kostenlose Grundumfang, die Lizenzierung und das automatische Pausieren, ist zwischen den drei Plattformen identisch. Wer speziell wegen des Bildschirmschoner-Modus oder des Sperrbildschirmbilds zu Gloomia gegriffen hat, sollte also wissen, dass genau diese beiden Punkte auf dem Mac aktuell noch fehlen, bevor er oder sie sich auf einen Wechsel verlässt. Für alle anderen, die Gloomia in erster Linie als bewegten Hintergrund während der Arbeit nutzen, verändert sich beim Umstieg von Windows auf einen Mac praktisch nichts am eigentlichen Erlebnis.
Installation und Gatekeeper: Was beim ersten Start passiert
Weil das macOS-Paket signiert ist, verhält sich der erste Start so, wie man es von seriöser Software erwartet: Gatekeeper, Apples eingebauter Sicherheitscheck für heruntergeladene Apps, lässt eine ordentlich signierte Anwendung ohne größere Warnschritte öffnen. Unsignierte oder fehlerhaft signierte Anwendungen sorgen unter macOS dagegen typischerweise für zusätzliche Sicherheitswarnungen, bevor sie sich überhaupt öffnen lassen, das ist allgemeines macOS-Verhalten und keine Gloomia-Besonderheit. Nach dem Öffnen des .dmg genügt es, Gloomia wie üblich in den Programme-Ordner zu ziehen und die Anwendung von dort zu starten. Ein Konto oder ein Login ist zu keinem Zeitpunkt nötig, weder für die kostenlosen Hintergründe noch für den späteren Kauf von Gloomia Pro.
MacBook-Akku und mehrere Bildschirme am Mac
Für alle, die Gloomia auf einem MacBook unterwegs nutzen, gilt dieselbe automatische Pause im Akkubetrieb wie auf jedem anderen unterstützten Laptop: Sobald das Netzteil abgezogen wird, hält die Animation an, läuft beim Wiederanschließen aber sofort weiter, ohne dass dafür in den Einstellungen etwas manuell umgeschaltet werden müsste. Wer einen Mac mit einem oder mehreren externen Monitoren betreibt, etwa einen Mac mini oder ein MacBook im Clamshell-Modus an einem großen Display, kann jedem angeschlossenen Bildschirm unabhängig einen eigenen Hintergrund zuweisen, genau wie auf einem Windows-Rechner mit mehreren Displays. Wie viele Bildschirme dabei insgesamt sinnvoll bespielt werden können, hängt allein von den Anschlüssen und der Grafikleistung des jeweiligen Macs ab, nicht von einer Beschränkung durch Gloomia selbst. Die grundsätzliche Vorgehensweise, um mehrere Monitore stimmig mit unterschiedlichen Live-Hintergründen zu bestücken, ist plattformunabhängig im Beitrag zu Live-Hintergründen für mehrere Monitore beschrieben.
Preis und Lizenz auf dem Mac
Die Preisstruktur unterscheidet sich zwischen den Plattformen nicht: Drei Hintergründe, Starfield, Planet System und Hue Drift, sind auf dem Mac dauerhaft kostenlos, für den Rest des Katalogs gibt es Gloomia Pro entweder als Jahresabo für 2,99 Dollar oder als einmalige Lifetime-Zahlung, aktuell 9,99 Dollar als Einführungspreis, später regulär 14,99 Dollar. Der Lizenzschlüssel kommt nach dem Kauf per E-Mail, wird unter Einstellungen und Lizenz eingetragen und funktioniert auf bis zu drei Geräten gleichzeitig, unabhängig davon, ob es sich dabei um einen Mac, einen Windows-Rechner oder einen Linux-Rechner handelt. Nichts an der Aktivierung ist an ein bestimmtes Betriebssystem gebunden, ein Schlüssel lässt sich also problemlos auf einem MacBook und einem Windows-Desktop gleichzeitig einsetzen, solange insgesamt nicht mehr als drei Geräte aktiv sind. Wie der komplette Ablauf vom Kauf über die Aktivierung bis zur 30-Tage-Geld- zurück-Garantie im Detail funktioniert, steht ausführlich im Beitrag zum Gloomia Pro Lizenzschlüssel, die dortigen Schritte gelten für den Mac identisch zu Windows.
Wer noch überlegt, welches der beiden Modelle passt: Das Jahresabo lohnt sich vor allem, wenn man erst einmal ausprobieren möchte, ob Gloomia Pro dauerhaft genutzt wird, während die Lifetime-Zahlung sich für alle rechnet, die schon wissen, dass sie länger als ein paar Jahre dabei bleiben werden. Beide Modelle schalten exakt denselben Katalog frei, es gibt keine Funktionen, die nur einem der beiden Modelle vorbehalten wären.
Fazit
Wer bislang dachte, Gloomia sei reine Windows-Software, oder wer schlicht nicht wusste, dass eine macOS-Version existiert, kann das getrost als überholt abhaken. Der Download ist universell für Apple Silicon und Intel, signiert, aktualisiert sich automatisch und kommt ohne Konto aus, der Katalog, die Preise und das automatische Pausieren im Akkubetrieb und im Vollbildmodus sind eins zu eins identisch zu Windows. Der einzige echte Unterschied sind zwei eng an Windows gebundene Funktionen, der Bildschirmschoner-Modus und das Sperrbildschirmbild, beide bislang ohne macOS-Entsprechung. Für alles andere gilt: Wer Gloomia von Windows kennt, findet sich auf einem Mac binnen weniger Minuten genauso zurecht.
Häufig gestellte Fragen
Gibt es Gloomia wirklich für macOS, oder nur für Windows?
Ja, Gloomia gibt es als echten, signierten Download für macOS, nicht nur als Windows-Programm. Es handelt sich um ein universelles .dmg, das automatisch aktualisiert wird, genau wie die Windows- und die Linux-Version. Ältere Aussagen, Gloomia laufe nur unter Windows, sind schlicht veraltet.
Läuft Gloomia auf Apple Silicon und auf älteren Intel-Macs gleichermaßen?
Ja. Das macOS-Installationspaket ist universell und deckt sowohl Macs mit Apple-Silicon-Chips als auch ältere Intel-Macs ab. Es gibt keinen separaten Download je nach Prozessor, du musst vor dem Herunterladen also nicht erst nachsehen, welchen Chip dein Mac hat.
Braucht Gloomia auf dem Mac ein Benutzerkonto oder einen Login?
Nein. Weder das Herunterladen noch die Installation noch die Aktivierung von Gloomia Pro erfordert auf dem Mac ein Konto, genau wie unter Windows und Linux. Der Lizenzschlüssel kommt nach dem Kauf per E-Mail und wird direkt in den Einstellungen der App eingetragen.
Was funktioniert unter macOS anders als unter Windows?
Der komplette Hintergrund-Katalog, die Preise, der kostenlose Grundumfang und das automatische Pausieren sind auf dem Mac identisch zu Windows. Nur zwei Funktionen fehlen bislang unter macOS: der eigene Windows-Bildschirmschoner-Modus und die Möglichkeit, ein Gloomia-Motiv direkt als Sperrbildschirmbild zu setzen. Beides ist eng an Windows-eigene Systemfunktionen gebunden.
Pausiert Gloomia auf einem MacBook automatisch im Akkubetrieb?
Ja. Das automatische Pausieren im Akkubetrieb gilt für Laptops unter macOS genauso wie unter Windows und Linux. Sobald das MacBook vom Netzteil getrennt wird, hält Gloomia die Animation an, um Akkulaufzeit zu sparen, und läuft beim Wiederanschließen des Netzteils automatisch weiter.
Kann ich auf einem Mac mit mehreren Bildschirmen jedem Monitor einen eigenen Hintergrund geben?
Ja. Gloomia weist jedem angeschlossenen Bildschirm seinen Hintergrund unabhängig zu, das gilt für einen Mac mit externem Monitor genauso wie für einen Windows-Rechner mit mehreren Displays. Wie viele Bildschirme insgesamt möglich sind, hängt allein von den Anschlüssen des jeweiligen Macs ab, nicht von Gloomia.
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