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Die Sonnenfinsternis am 12. August 2026: Was in Deutschland, Österreich und der Schweiz wirklich zu sehen ist

Am Abend des 12. August 2026 verändert sich für gut zwei Stunden der Himmel über weiten Teilen Europas. Der Mond schiebt sich vor die tief stehende Sonne, und je nachdem, wo man gerade steht, wird daraus entweder das seltenste Naturschauspiel überhaupt, eine totale Sonnenfinsternis, oder eine tief partielle Verfinsterung, bei der die Sonne kurz vor Sonnenuntergang nur noch als schmale Sichel am Horizont steht. Wer in Deutschland, Österreich oder der Schweiz lebt, gehört zur zweiten Gruppe, und genau deshalb lohnt es sich, jetzt schon zu wissen, wann genau man hinschauen muss, wie stark die Verfinsterung an welchem Ort ausfällt, und wie man das Ganze ohne Risiko für die Augen beobachtet.

Dieser Beitrag fasst zusammen, was am 12. August 2026 tatsächlich passiert, wo die echte Totalität liegt, was Deutschland, Österreich und die Schweiz stattdessen zu sehen bekommen, und warum ausgerechnet der Sonnenuntergang bei diesem Ereignis eine ungewöhnlich große Rolle spielt. Am Ende geht es außerdem kurz darum, was diese Art von Ereignis mit den astronomischen Live-Hintergründen von Gloomia zu tun hat, und was nicht.

Was am 12. August 2026 passiert, und wo die Totalität zu sehen ist

Die Sonnenfinsternis vom 12. August 2026 ist eine totale Sonnenfinsternis, allerdings nur entlang eines schmalen Streifens über der Nordhalbkugel. Der Pfad der Totalität beginnt über Grönland, zieht weiter über den Westen Islands und erreicht danach Kontinentaleuropa in Nordspanien. Dort verläuft der Streifen über die nördliche Hälfte Spaniens, unter anderem nahe Saragossa und Valencia, sowie über die Balearen mit Mallorca und Ibiza, bevor die totale Phase gegen 20:30 Uhr mitteleuropäischer Sommerzeit in der Nähe der Balearen endet. Auch ein kleiner Zipfel im äußersten Nordosten Portugals liegt noch innerhalb des Totalitätspfads. Wer sich also tatsächlich ein paar Minuten lang eine komplett verdunkelte Sonne mit sichtbarer Korona ansehen möchte, muss dafür in diesem Jahr nach Island oder Spanien reisen, nach Deutschland, Österreich oder in die Schweiz kommt die Totalität nicht.

Außerhalb dieses schmalen Streifens ist die Finsternis über weiten Teilen Europas trotzdem als partielle Sonnenfinsternis sichtbar, und die Bedeckung fällt dabei in Mitteleuropa bemerkenswert hoch aus. Genau darum geht es im nächsten Abschnitt.

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Orrery berechnet die echten aktuellen Positionen der Planeten im Sonnensystem, dieselbe Art von Himmelsmechanik, die auch einer Sonnenfinsternis zugrunde liegt.

Was in Deutschland, Österreich und der Schweiz tatsächlich zu sehen ist

Auch wenn im deutschsprachigen Raum keine Totalität erreicht wird, ist die partielle Bedeckung an diesem Abend ungewöhnlich hoch. Im Südwesten Deutschlands, entlang der Linie von Freiburg im Breisgau bis Konstanz am Bodensee, deckt der Mond bis zu rund 90 Prozent der Sonnenscheibe ab. In München liegt der Wert bei etwa 89 Prozent, in Frankfurt am Main bei rund 88 Prozent, und im Nordosten, in Berlin und Hamburg, sind es noch etwa 84 bis 85 Prozent. Am höchsten im gesamten deutschsprachigen Raum fällt die Bedeckung im Schweizer Wallis aus, in Leuk werden bis zu 92 Prozent erreicht. Wien liegt mit einer Bedeckung von rund 87 bis 89 Prozent der Sonnenscheibe ebenfalls im oberen Bereich.

Zeitlich beginnt das Schauspiel in Deutschland zuerst im Norden, auf Sylt wird der erste Kontakt gegen 19:12 Uhr mitteleuropäischer Sommerzeit erwartet. Die maximale Bedeckung liegt für die meisten deutschen Orte ungefähr zwischen 20:00 und 20:20 Uhr, danach nähert sich die Sonne bereits schnell dem Horizont. Am spätesten geht die verfinsterte Sonne im Westen unter, in Kleve nahe der niederländischen Grenze etwa gegen 21:04 Uhr. Für Wien liegen Maximum und Sonnenuntergang praktisch genau übereinander: Gegen 20:14 Uhr erreicht die Finsternis dort ihren Höhepunkt, im selben Moment verschwindet die Sonne bereits als schmale, eingedellte Sichel hinter dem Horizont. Das bedeutet zugleich, dass die typischen Begleiterscheinungen einer tiefen Finsternis, etwa eine spürbare Abkühlung oder ein fahles, ungewöhnliches Licht, in Wien kaum auffallen dürften, weil die Dämmerung zur selben Zeit ohnehin schon einsetzt.

Warum der Sonnenuntergang bei diesem Ereignis fast die Hauptrolle spielt

Das eigentliche Besondere an dieser Sonnenfinsternis für den deutschsprachigen Raum ist weniger die Bedeckung selbst, so hoch sie auch ausfällt, sondern der Umstand, dass sie fast überall mit dem Sonnenuntergang zusammenfällt. Die Sonne steht während der gesamten Beobachtungszeit sehr tief über dem Horizont, oft nur noch wenige Grad hoch, kurz bevor sie ganz verschwindet. Das macht die Sache in zweierlei Hinsicht interessant. Zum einen lässt sich die tief eingedellte, sichelförmige Sonne durch atmosphärische Effekte oft rötlicher und kontrastreicher fotografieren als eine hoch am Himmel stehende Finsternis. Zum anderen bedeutet es aber auch, dass eine völlig freie Sicht nach Westen zwingend nötig ist. Wer in einem Tal wohnt, von Gebäuden umgeben ist oder Bäume in der Sichtlinie hat, sieht möglicherweise gar nichts, weil die Sonne für die eigene Position schon vor Erreichen des Maximums hinter dem Horizont verschwindet. Wer die Finsternis wirklich sehen möchte, sollte sich also rechtzeitig einen erhöhten Standort mit freiem Blick Richtung Westen suchen, etwa eine Anhöhe, ein Feld oder eine Uferpromenade ohne Bebauung in dieser Richtung.

Wer stattdessen unabhängig vom Wetter und von der eigenen Wohnlage in den echten Nachthimmel eintauchen will, findet in Gloomias Sammlung an astronomischen Live-Hintergründen eine ganzjährige Alternative, mehr dazu weiter unten. Zunächst aber zum wichtigsten Teil: der sicheren Beobachtung.

View Constellations
Constellations berechnet den echten Sternenhimmel für einen eingegebenen Standort, unabhängig von Wetter oder Tageszeit.

Sicher beobachten: Sonnenfinsternisbrille, ISO 12312-2 und Alternativen

So verlockend es ist, kurz zur tief eingedellten Sonne hochzuschauen: Direkt in die Sonne zu blicken schädigt die Netzhaut, auch bei einer Bedeckung von 90 Prozent, und das gilt selbst kurz vor Sonnenuntergang. Normale Sonnenbrillen reichen dafür nicht aus, auch sehr dunkle Gläser filtern nur den Blendeffekt heraus, nicht aber die schädliche Strahlung. Notwendig ist eine speziell zertifizierte Sonnenfinsternisbrille, die der Norm ISO 12312-2 entspricht und ein CE-Kennzeichen trägt. Vor der Nutzung lohnt sich ein kurzer Check auf Kratzer, Risse oder kleine Löcher in der Filterfolie, im Zweifel gehört eine beschädigte Brille in den Müll statt vors Auge. Ein guter Sitz mit breiten Bügeln, die seitlich einfallendes Licht blockieren, macht ebenfalls einen Unterschied. Seriöse Bezugsquellen sind vor allem Optikerinnen und Optiker sowie Sternwarten, Planetarien und Museen, die rund um das Ereignis häufig geprüfte Sonnenfinsternisbrillen anbieten.

Wer keine Brille zur Hand hat, kann stattdessen auf eine indirekte Methode ausweichen, etwa eine einfache Lochkamera aus Karton. Dabei schaut man nicht in Richtung Sonne, sondern betrachtet nur das durch ein kleines Loch projizierte Bild auf einer hellen Fläche, zum Beispiel einem Blatt Papier. Das ist deutlich weniger spektakulär als der direkte Blick durch eine Spezialbrille, dafür aber vollkommen ungefährlich, auch für Kinder, die man ohnehin nur unter Aufsicht beobachten lassen sollte.

Wann die nächste Chance in Deutschland kommt

Wer nach dem 12. August 2026 auf die nächste totale Sonnenfinsternis über Deutschland wartet, braucht sehr viel Geduld. Erst am 3. September 2081 wird die Sonne hierzulande wieder vollständig verdunkelt, dann in einem schmalen Streifen im äußersten Süden des Landes, der Teile Baden-Württembergs und Bayerns umfasst und dort eine Totalität von bis zu knapp vier Minuten bringt. Zum Vergleich: Die letzte totale Sonnenfinsternis über Deutschland liegt bereits eine ganze Weile zurück, sie ereignete sich am 11. August 1999, fast auf den Tag genau 27 Jahre vor dem Ereignis 2026. Wer 2026 also die Gelegenheit hat, zumindest die tiefe partielle Finsternis zu sehen, sollte sie kaum verstreichen lassen, ganz zu schweigen von einer möglichen Reise in den Totalitätsstreifen nach Nordspanien oder auf die Balearen.

Was das mit deinem Desktop zu tun hat

Gloomia hat keinen eigenen Sonnenfinsternis-Hintergrund im Katalog, das lässt sich nicht schönreden, und ein einmaliges Ereignis wie dieses eignet sich ohnehin schlecht als dauerhaft laufender Live-Hintergrund. Wer aber grundsätzlich Freude an echten astronomischen Daten auf dem eigenen Desktop hat, statt an frei erfundenen Weltraum-Animationen, findet im Gloomia-Pro-Katalog zwei Hintergründe, die inhaltlich in dieselbe Richtung gehen. Orrery berechnet fortlaufend die tatsächlichen aktuellen Positionen der Planeten im Sonnensystem, inklusive Mondphase, dieselbe Art von Himmelsmechanik, auf der letztlich auch eine Sonnenfinsternis beruht, auch wenn Orrery selbst keine Finsternisse simuliert. Constellations wiederum berechnet lokal, ohne Internetverbindung, den echten Sternenhimmel für einen selbst eingegebenen Standort, Breitengrad und Längengrad reichen dafür aus. Wie diese beiden Hintergründe im Detail funktionieren, zusammen mit dem dritten datengetriebenen Hintergrund Asteroid Watch, der reale Asteroiden-Vorbeiflüge aus NASA- und JPL-Daten zeigt, steht ausführlich im Beitrag Echte Astronomie-Daten auf deinem Desktop beschrieben.

Wer über die Sonnenfinsternis hinaus grundsätzlich mehr über kommende Himmelsereignisse wissen möchte, findet im Meteorschauer-Kalender 2026 eine vollständige Übersicht aller Sternschnuppen-Peaks des Jahres, inklusive einer ehrlichen Einordnung, wie sich Gloomias rein dekorativer Meteor-Shower-Hintergrund dazu verhält. Und wer sich eher für die reine Physik hinter dramatischen Weltraumphänomenen interessiert, statt für beobachtbare Ereignisse am eigenen Nachthimmel, findet im Beitrag zur echten Physik hinter Gloomias Schwarzen Löchern eine ähnliche Einordnung für die beiden Schwarze-Loch-Hintergründe. Orrery und Constellations gehören wie fast der gesamte Katalog jenseits der drei kostenlosen Basis-Hintergründe zu Gloomia Pro, Details zum Kauf und zur Aktivierung des Lizenzschlüssels stehen im Guide zum Gloomia-Pro-Lizenzschlüssel.

Am Ende bleibt die Sonnenfinsternis vom 12. August 2026 vor allem eines: ein Ereignis, das man am besten draußen erlebt, mit freiem Blick nach Westen und einer zertifizierten Schutzbrille auf der Nase, nicht auf einem Bildschirm. Aber für die Wochen und Monate danach, wenn der Ausnahmezustand am Abendhimmel wieder verschwunden ist, bleibt der Blick auf einen Desktop mit echten astronomischen Daten eine der wenigen Möglichkeiten, dieses Interesse am Nachthimmel auch im Alltag ein Stück weit weiterzutragen.

Häufig gestellte Fragen

Wann genau findet die Sonnenfinsternis 2026 statt, und ist sie in Deutschland eine totale Sonnenfinsternis?

Die Sonnenfinsternis findet am Abend des 12. August 2026 statt. In Deutschland, Österreich und der Schweiz ist sie keine totale, sondern eine tief partielle Sonnenfinsternis. Der Mond schiebt sich zwar sehr weit vor die Sonne, deckt sie aber nirgendwo im deutschsprachigen Raum vollständig ab.

Wie groß ist die Bedeckung der Sonne in Deutschland, Österreich und der Schweiz?

Die Bedeckung liegt im gesamten deutschsprachigen Raum zwischen etwa 84 und 92 Prozent. Am höchsten fällt sie im Südwesten aus, entlang der Linie Freiburg im Breisgau bis Konstanz am Bodensee werden rund 90 Prozent erreicht, im Schweizer Wallis bei Leuk sogar bis zu 92 Prozent. In München sind es etwa 89 Prozent, in Frankfurt am Main etwa 88 Prozent, in Wien rund 87 bis 89 Prozent, und in Berlin und Hamburg im Nordosten noch etwa 84 bis 85 Prozent.

Wo genau ist die totale Sonnenfinsternis am 12. August 2026 zu sehen?

Der Streifen der totalen Verfinsterung verläuft über Grönland, den Westen Islands sowie die nördliche Hälfte Spaniens und die Balearen, darunter Städte wie Saragossa und Valencia sowie die Inseln Mallorca und Ibiza. Auch ein kleiner Teil Nordostportugals liegt im Totalitätspfad. Von Deutschland, Österreich und der Schweiz aus lässt sich die Totalität nicht beobachten.

Kann ich die Sonnenfinsternis ohne spezielle Brille beobachten?

Nein, das ist gefährlich für die Augen. Normale Sonnenbrillen filtern das Licht nicht ausreichend, selbst sehr dunkle Modelle lassen genug Strahlung durch, um die Netzhaut zu schädigen. Nötig ist entweder eine zertifizierte Sonnenfinsternisbrille nach der Norm ISO 12312-2 mit CE-Kennzeichnung, oder eine indirekte Methode wie eine Lochkamera, bei der man nicht direkt in die Sonne schaut, sondern nur das projizierte Bild betrachtet.

Wann ist die nächste totale Sonnenfinsternis in Deutschland zu sehen?

Erst am 3. September 2081 wird die Sonne über Deutschland wieder vollständig verdunkelt, dann allerdings nur in einem schmalen Streifen im äußersten Süden, der Teile Baden-Württembergs und Bayerns umfasst. Die letzte totale Sonnenfinsternis über Deutschland fand am 11. August 1999 statt, fast auf den Tag genau 27 Jahre vor dem Ereignis 2026.

Zeigt einer der Gloomia-Live-Hintergründe die Sonnenfinsternis direkt?

Einen eigenen Sonnenfinsternis-Hintergrund gibt es bei Gloomia nicht. Thematisch am nächsten kommen zwei Pro-Hintergründe mit echten astronomischen Daten: Orrery zeigt die tatsächlichen aktuellen Positionen der Planeten im Sonnensystem, Constellations berechnet den echten Sternenhimmel für einen eingegebenen Standort. Beide sind Teil des kostenpflichtigen Gloomia-Pro-Katalogs.

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