Live-Hintergründe bei der Bildschirmfreigabe: Sieht man sie in Zoom und Teams wirklich?
Irgendwann während eines Arbeitstags mit mehreren Calls stellt sich fast jedem, der einen Live-Hintergrund benutzt, dieselbe Frage: Sieht der andere in diesem Meeting gerade meinen Hintergrund, während ich meinen Bildschirm teile? Die Frage klingt banal, aber die Antwort hängt von etwas ab, das die meisten Leute nie genauer nachlesen, nämlich davon, was Bildschirmfreigabe in Zoom, Teams oder Google Meet technisch tatsächlich erfasst. Diese Antwort ist eindeutiger, als man denkt, und sie unterscheidet sich klar von der Frage, ob eine Webcam im Hintergrund einen Monitor einfängt, ein Szenario, das schon im Beitrag zu Live-Hintergründen im Home Office kurz zur Sprache kommt. Hier geht es um den anderen Fall: die aktive Bildschirmfreigabe, bei der der eigene Bildschirminhalt direkt an alle Teilnehmer übertragen wird.
Zwei völlig unterschiedliche Szenarien, die oft verwechselt werden
Bevor es um Details geht, lohnt sich eine klare Trennung. Eine Webcam, die zufällig einen Monitor im Hintergrund des Raums einfängt, zeigt diesen Monitor so, wie eine Kamera ein beliebiges Objekt im Raum zeigt, unscharf, aus der Entfernung, oft nur teilweise im Bild. Eine Bildschirmfreigabe funktioniert komplett anders: Sie überträgt nicht das Kamerabild eines Bildschirms, sondern den tatsächlichen digitalen Bildinhalt, der auf diesem Bildschirm gerade dargestellt wird, in voller Schärfe und ohne jede Perspektive dazwischen. Genau dieser Unterschied ist der Grund, warum die Antwort auf die Ausgangsfrage nicht "es kommt darauf an, wie die Kamera steht" lautet, sondern "es kommt darauf an, was genau du freigibst".
Und genau da beginnt die eigentliche Unterscheidung, die für einen Live-Hintergrund wie Gloomia entscheidend ist: Gibst du den ganzen Bildschirm frei, oder nur ein einzelnes Fenster?
Den ganzen Bildschirm teilen: Was tatsächlich übertragen wird
Wenn du in Zoom, Teams oder Google Meet die Option wählst, den kompletten Bildschirm oder einen kompletten Monitor freizugeben, erfasst die Call-Software genau das, was auf diesem Monitor gerade sichtbar ist. Das schließt jeden Bildpunkt ein, der nicht von einem geöffneten Fenster verdeckt wird, also auch jedes sichtbare Stück Desktop-Hintergrund zwischen deinen Fenstern, am Rand des Bildschirms oder auf einem zweiten Monitor, der ebenfalls freigegeben wird. Ein Live-Hintergrund verhält sich dabei aus Sicht der Bildschirmfreigabe nicht anders als ein statisches Hintergrundbild, mit dem einzigen Unterschied, dass sich die laufende Animation mit überträgt, statt als unbewegtes Bild stehen zu bleiben.
Das ist keine Besonderheit von Gloomia und auch kein Sicherheitsproblem, sondern schlicht wie Bildschirmfreigabe grundsätzlich funktioniert: Sie zeigt den Teilnehmern, was auf dem Bildschirm zu sehen ist, ohne Rücksicht darauf, ob dieser Inhalt vom Betriebssystem selbst stammt, von einer laufenden Anwendung oder eben von einem Live-Hintergrund. Wer also seinen kompletten Bildschirm freigibt und dabei zwischen Fenstern oder auf einem freien Desktop sichtbaren Hintergrund hat, überträgt diesen Hintergrund tatsächlich live an alle Teilnehmer des Calls, genau wie er auf dem eigenen Bildschirm gerade läuft.
Ein einzelnes Fenster teilen: der Hintergrund bleibt komplett unsichtbar
Die zweite Option, die praktisch jede moderne Call-Software anbietet, ist die Freigabe eines einzelnen Fensters oder einer einzelnen Anwendung statt des ganzen Bildschirms. Hier ändert sich die technische Grundlage grundlegend: Die Call-Software erfasst in diesem Fall ausschließlich den Bildinhalt des ausgewählten Fensters, unabhängig davon, was sich sonst auf dem Desktop abspielt. Der Rest des Bildschirms, einschließlich jedes Live-Hintergrunds, erscheint für die anderen Teilnehmer schlicht nicht, selbst wenn dieses Fenster nicht den ganzen Bildschirm ausfüllt und der Hintergrund auf dem eigenen Monitor daneben klar sichtbar bleibt.
Für die praktische Frage, ob man sich vor einem Call überhaupt Gedanken über den laufenden Hintergrund machen muss, ist das die einfachste Lösung: Wer eine Präsentation, ein einzelnes Dokument oder eine einzelne Browser-Registerkarte teilt statt des kompletten Bildschirms, muss sich um den Live-Hintergrund im Hintergrund gar nicht kümmern, weil er in dieser Freigabeart technisch überhaupt nicht erfasst wird. Das gilt unabhängig davon, welcher der über zwanzig Hintergründe im Katalog gerade läuft, ob ein ruhiger kostenloser Hintergrund oder ein aufwendigerer Pro-Hintergrund mit vielen gleichzeitigen Effekten.
Warum die Animation in der Freigabe manchmal ruckliger wirkt
Wer schon einmal den ganzen Bildschirm geteilt und dabei genau hingeschaut hat, merkt manchmal, dass die Animation in der Freigabe etwas ruckliger wirkt als auf dem eigenen Monitor. Das hat nichts mit Gloomia selbst zu tun, sondern mit einer Eigenschaft, die für jede Bildschirmfreigabe gilt: Die Call-Software überträgt den Bildschirminhalt nicht mit derselben Bildrate, mit der er tatsächlich gerendert wird. Der eigene Monitor läuft üblicherweise mit 60 Bildern pro Sekunde oder mehr, eine Bildschirmfreigabe dagegen häufig deutlich niedriger, oft irgendwo zwischen 5 und 30 Bildern pro Sekunde, abhängig von der jeweiligen Call-Software, der aktuellen Netzwerkverbindung und der eingestellten Übertragungsqualität.
Für eine ruhige, gleichmäßig driftende Animation wie Starfield oder Hue Drift fällt dieser Unterschied kaum auf, weil sich zwischen zwei übertragenen Bildern ohnehin nicht viel verändert hat. Bei einem Hintergrund mit vielen schnellen Partikeln oder abrupten Bewegungen, etwa Binary Black Holes oder Meteor Shower, wird die reduzierte Bildrate der Freigabe dagegen eher bemerkbar, weil hier zwischen zwei übertragenen Bildern deutlich mehr passiert ist. Wer mehr über die tatsächliche Belastung einzelner Hintergründe wissen will, findet die Details dazu im Beitrag zu Akku und Leistung bei Live-Hintergründen, der auch erklärt, welche Szenen visuell aufwendiger sind als andere.
macOS: die Bildschirmaufnahme-Berechtigung gehört der Call-Software, nicht Gloomia
Wer unter macOS zum ersten Mal versucht, in Zoom oder Teams den Bildschirm zu teilen, bekommt dabei fast immer eine Aufforderung von macOS selbst, der jeweiligen App die Berechtigung "Bildschirm- und Audioaufnahme" zu erteilen, zu finden unter Systemeinstellungen, Datenschutz und Sicherheit. Diese Berechtigung ist wichtig, um den Zusammenhang zu Gloomia richtig einzuordnen: Sie betrifft ausschließlich die Software, die den Bildschirm aufnimmt und überträgt, also Zoom oder Teams, nicht Gloomia selbst.
Gloomia zeichnet zu keinem Zeitpunkt den eigenen Bildschirm auf und braucht dafür auch keine entsprechende Berechtigung. Es rendert lediglich die eigene Animation auf den Desktop, genauso wie es das ohne jeden Call auch tun würde. Ob und was davon anschließend in einer Bildschirmfreigabe sichtbar wird, entscheidet allein die Call-Software mit der ihr erteilten Bildschirmaufnahme-Berechtigung, nicht Gloomia. Wer wissen will, welche Berechtigungen Gloomia selbst tatsächlich anfordert, für welche der Hintergründe im Katalog und warum, findet die vollständige Aufschlüsselung anderswo auf diesem Blog. Weitere macOS-spezifische Details, etwa zu Gatekeeper bei der Installation, stehen im Guide zu Gloomia auf dem Mac.
Pausiert Gloomia während eines Calls?
Eine verwandte, aber eigenständige Frage ist, ob ein laufender Call selbst dazu führt, dass Gloomia den Hintergrund pausiert, unabhängig davon, ob gerade eine Bildschirmfreigabe aktiv ist. Die Antwort folgt derselben Regel, die für jede andere Anwendung auch gilt: Gloomia pausiert das Rendering automatisch, sobald eine andere Anwendung den Bildschirm im echten Vollbildmodus einnimmt, nicht schon, wenn eine Anwendung lediglich im Vordergrund oder in einem normalen Fenster läuft. Die genauen Unterschiede zwischen echtem Vollbildmodus und einem randlosen Fenstermodus sind im Beitrag zu warum Gloomia pausiert ausführlich beschrieben.
Für Video-Calls bedeutet das in der Praxis: Die meisten Meetings, auch mit aktiver Bildschirmfreigabe, laufen in einem normalen Fenster, nicht im exklusiven Vollbildmodus, sodass der Hintergrund während des Calls ganz normal weiterläuft, mit derselben automatischen Pause im Akkubetrieb wie zu jeder anderen Zeit auch. Erst wenn die Call-Software selbst in einen echten Vollbildmodus wechselt, etwa bei einer Vollbild-Präsentationsansicht oder einer Vollbild-Galerieansicht aller Teilnehmer, greift dieselbe automatische Pause, die auch bei einem Vollbildspiel greift. In diesem Moment ist der Hintergrund dann aber ohnehin komplett verdeckt, sodass sich in der Praxis nichts an der Situation ändert.
Welcher Hintergrund passt zu regelmäßiger Bildschirmfreigabe
Wer beruflich regelmäßig den kompletten Bildschirm teilt, etwa in Trainings, Pair-Programming- Sitzungen oder Präsentationen, für den lohnt sich eine bewusste Wahl statt der zufälligen Standardeinstellung. Ruhige, gleichmäßige Hintergründe ohne schnelle Bewegung oder grelle Farbwechsel wirken auch in der reduzierten Bildrate einer Freigabe unauffällig und professionell, statt Blicke von der eigentlichen Präsentation abzuziehen. Starfield und Hue Drift sind dafür die naheliegendste Wahl, beide dauerhaft kostenlos und beide dunkel oder dezent genug, um zwischen freigegebenen Fenstern nicht ins Auge zu springen.
Dramatischere Hintergründe wie Binary Black Holes, Wormhole oder eben Galaxy Spiral sind davon nicht ausgeschlossen, sie eignen sich nur besser für Situationen, in denen genau diese Aufmerksamkeit gewollt ist, etwa bei einem privaten Stream oder einem Gaming-Setup, das ohnehin zum Angeben gedacht ist. Für ein Arbeitsmeeting mit Kundinnen oder Kunden, bei dem der komplette Bildschirm freigegeben wird, ist das schlicht der falsche Ort für die auffälligste Szene im Katalog.
Wer sich nicht festlegen will, muss das ohnehin nicht dauerhaft tun. Gloomia lässt sich innerhalb weniger Sekunden auf einen anderen Hintergrund umstellen, sodass ein schneller Wechsel auf eine ruhigere Szene kurz vor einem Call mit Bildschirmfreigabe genauso möglich ist wie der Rückwechsel danach. Wer stattdessen lieber automatisiert vorgeht, kann diesen Wechsel auch über den Zeitplan abbilden, etwa mit einem ruhigeren Hintergrund während der üblichen Arbeitsstunden und einer auffälligeren Szene danach, wie im Beitrag zu Gloomias Zeitplan, Filtern und Foto-Diashow-Modus beschrieben.
Die kurze, ehrliche Antwort
Ob ein Live-Hintergrund in einem Call sichtbar wird, hängt an genau einer Entscheidung: teilst du den ganzen Bildschirm oder nur ein einzelnes Fenster. Bei der vollständigen Bildschirmfreigabe wird jeder sichtbare Rest des Hintergrunds tatsächlich live mit übertragen, inklusive Animation, wenn auch meist mit einer niedrigeren Bildrate als auf dem eigenen Monitor. Bei der Freigabe eines einzelnen Fensters bleibt der Hintergrund dagegen komplett unsichtbar, unabhängig davon, welche Szene gerade läuft. Und egal welche der beiden Situationen zutrifft: Gloomia selbst braucht für keine davon eine eigene Bildschirmaufnahme-Berechtigung, diese Berechtigung, wo sie überhaupt nötig ist, gehört immer der Call-Software, nicht dem Hintergrund, der zufällig gerade läuft.
Häufig gestellte Fragen
Sieht man meinen Live-Hintergrund, wenn ich in Zoom oder Teams meinen ganzen Bildschirm teile?
Ja. Wenn du den gesamten Bildschirm freigibst, überträgt die Call-Software genau das, was auf deinem Monitor tatsächlich zu sehen ist, einschließlich jedes sichtbaren Stücks Live-Hintergrund zwischen deinen geöffneten Fenstern. Das gilt für Gloomia genauso wie für ein statisches Hintergrundbild, nur dass sich bei einem Live-Hintergrund zusätzlich die Animation mit überträgt.
Sieht man den Live-Hintergrund auch, wenn ich nur ein einzelnes Fenster teile?
Nein. Bei der Freigabe eines einzelnen Fensters oder einer einzelnen Anwendung überträgt die Call-Software ausschließlich den Bildinhalt dieses einen Fensters. Der restliche Desktop, einschließlich des Live-Hintergrunds, bleibt für alle anderen Teilnehmer vollständig unsichtbar.
Braucht Gloomia selbst eine Bildschirmaufnahme-Berechtigung, damit Zoom oder Teams meinen Hintergrund zeigen können?
Nein. Die Bildschirmaufnahme-Berechtigung unter macOS betrifft die Call-Software, also Zoom oder Teams, nicht Gloomia. Gloomia zeichnet niemals selbst den Bildschirm auf und braucht dafür auch keine Berechtigung, es zeichnet lediglich die eigene Animation auf den Desktop, und was davon in einem Call sichtbar wird, hängt allein davon ab, was die jeweilige Call-Software erfasst.
Pausiert Gloomia automatisch, während ich meinen Bildschirm in einem Call teile?
In der Regel nicht. Gloomia pausiert das Rendering, sobald eine andere Anwendung den Bildschirm im echten Vollbildmodus einnimmt, nicht schon, wenn eine Anwendung im Vordergrund läuft. Die meisten Video-Calls laufen im normalen Fenstermodus, auch während einer Bildschirmfreigabe, weshalb der Hintergrund in den meisten Fällen normal weiterläuft. Nur wenn die Call-Software selbst in den echten Vollbildmodus wechselt, zum Beispiel bei einer Vollbild-Präsentationsansicht, greift die automatische Pause wie bei jeder anderen Vollbildanwendung auch.
Ruckelt der Live-Hintergrund in der Bildschirmfreigabe, auch wenn er auf meinem eigenen Bildschirm flüssig läuft?
Das kann passieren, hat aber nichts mit Gloomia zu tun. Bildschirmfreigaben laufen fast immer mit einer niedrigeren Bildrate als der eigene Monitor, oft zwischen 5 und 30 Bildern pro Sekunde, abhängig von Call-Software, Netzwerkverbindung und eingestellter Qualität. Eine ruhige, gleichmäßige Animation wie bei Starfield oder Hue Drift fällt bei einer reduzierten Bildrate kaum auf, eine schnelle oder partikelreiche Animation dagegen schon eher.
Welcher Gloomia-Hintergrund eignet sich am besten, wenn ich regelmäßig den ganzen Bildschirm teile?
Ruhige, gleichmäßige Hintergründe ohne schnelle Bewegung oder grelle Farbwechsel eignen sich am besten, etwa Starfield oder Hue Drift. Beide sind dunkel oder dezent genug, um zwischen geteilten Fenstern nicht abzulenken, und ihre langsame Bewegung wirkt auch bei der reduzierten Bildrate einer Bildschirmfreigabe noch ruhig statt ruckelig.
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